Jigoro Kano, Begründer des Judo
(jap. 柔道 jūdō = (wörtlich) sanfter Weg (auch übersetzt mit dem Wortsinn von engl.: gentle = sanft, edel, vornehm) ist eine japanische Kampfsportart, deren Motto "Siegen durch Nachgeben" ist. Der Begruender ist Professor Dr. Jigoro Kano.
Judo ist nicht ausschliesslich ein Weg der Leibesertuechtigung, sondern darueber hinaus auch eine Philosophie zur Persoenlichkeitsentwicklung. Zwei philosophische Grundprinzipien liegen dem Judo im Wesentlichen zugrunde:
Das gegenseitige Helfen und Verstehen zum beiderseitigen Fortschritt und Wohlergehen (jita-kyoei).
Der bestmoegliche Einsatz von Koerper und Geist (sei-ryoku-zenyo)
An der Kaiserlichen Universitaet in Tokio unterrichtete gegen Ende des 19. Jahrhunderts der deutsche Medizinalrat Erwin Baelz, der Jigoro Kano in seinen Bestrebungen unterstuetzt haben soll. Ausfuehrungen, der deutsche Professor haette Kano ueberhaupt erst zum Kampfsport gefuehrt sind nicht nachzuweisen.
Der damals bedeutendste deutsche Schueler war der Berliner Erich Rahn, der im Jahre 1906 die erste deutsche Jiu-Jitsu-Schule gruendete. Weitere Pioniere im Judo sind Alfred Rhode und Heinrich Frantzen (Koeln).
Bei den Olympischen Spielen in Tokio, 1964, war Judo erstmals als olympischer Sport zu sehen.
Heute wird Judo in ueber 198 Laendern ausgeuebt und ist damit die populaerste Kampfsportart der Welt.
Bodenrandori in der Kindergruppe
Bodenrandori bei den Erwachsenen